Spanien war schon immer das Traumziel der Deutschen, zurecht. Denn noch immer gibt es neue Regionen zu entdecken, köstliche Küche zu testen und Urlaubsfreuden aller Art zu genießen. Die wichtigsten Tipps für einen geplanten Urlaub geben wir ihnen nachfolgend, um den ganzen Bericht zu erhalten, fragen Sie Ihr Reisebüro nach Caleidoskop an.

Allgemeine Infos
Zahlungsverkehr
Essenszeiten
Verhalten im Alltag
Mietwagen
Wie viel kostet das?

Allgemeine Infos

Die einstige Seefahrernation und Weltmacht Spanien nimmt heute 80 % der iberischen Halbinsel ein und ist mit 504 782 km² das drittgrößte Land Europas. Es besteht aus 17 autonomen Regionen, den Balearen im Mittelmeer, den Kanaren im Atlantik und den zwei Territorien Ceuta und Melilla in Nordafrika. Durch die Pyrenäen ist es vom Rest Europas getrennt und im Süden trennt die Meerenge von Marokko das spanische Festland von Afrika. Spanien ist also eine Brücke zwischen zwei Kontinenten und der afrikanische Einfluss ist in der Sprache, der Architektur, dem Essen und der Musik vor allem in Andalusien spürbar. Spanien ist rund ein Drittel größer als Deutschland und doch hat es mit 39,5 Millionen Einwohner nur die Hälfte der Bevölkerung. Dieser geringen Bevölkerungsdichte ist es zu verdanken, dass in diesem Land immer noch unberührte Landstriche und sehr seltene Tierarten existieren. Spanien mit seiner Hauptstadt Madrid blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die in allen Bereichen des Lebens ihre Spuren hinterlassen hat. Die iberische Halbinsel wurde das erste Mal um rund 800 000 vor Christus besiedelt und ab dem11. Jahrhundert v. Chr. jahrhundertelang von den verschiedensten hochentwickelten Zivilisationen  wie den Phöniziern, Griechen und Karthagern hart umkämpft. Ab dem 8. Jahrhundert beherrschten die Mauren weite Teile der Halbinsel. Das muslimische Al-Andalus glänzte in Mathematik, Geographie, Astronomie und Dichtkunst und Relikte aus dieser Zeit wie die Meisterwerke maurischer Baukunst sind immer noch gut erhalten. Ab dem 11. Jahrhundert gewannen die Christen zunehmend an Einfluss und 1469 wurde Spanien durch die Hochzeit des Königs Fernandós von Aragon mit Isabel von Kastilien vereinigt. 1492 fiel mit Granada das letzte maurische Königreich und noch im gleichen Jahr begann mit Kolumbus Entdeckung von Amerika die Ära der Seefahrt, aber auch der politischen Unruhen und der religiösen Verfolgung. Die politische Instabilität im 19. und 20. Jahrhundert hatte Ende der 20er Jahre zu einer Diktatur unter Primo de Rivera geführt und die darauffolgende Republik wurde vom Bürgerkrieg zerstört. 1936 wurde General Franco von den Nationalisten zum Staatsoberhaupt erklärt und mit dem Aufstand gegen die damalige Regierung lösten sie den spanischen Bürgerkrieg aus.  Bis Spanien in den 50ern Jahren durch die USA in das westliche Militärbündnis integriert wurde, blieb es jahrzehntelang isoliert. Nach Francos Tod (1975) verlief der Übergang von Diktatur zu Demokratie ziemlich schnell und so entstand eine konstitutionelle Monarchie unter Juan Carlos I. In den 80er Jahren boomte die Wirtschaft des Landes und mit dem Beitritt zur NATO (1982) und zur  EU (1986) verbesserte sich auch die außenpolitische Situation deutlich. Bereits 1992 wurde zu einem Jahr der Superlative: In Barcelona fanden die Olympischen Spiele statt, Sevilla veranstaltete die Expo '92 und Madrid wurde zur Weltkulturstadt gewählt. 

nach oben

Zahlungsverkehr

Schecks werden in Spanien selten benutzt. Reiseschecks und Kreditkarten werden außer in kleinen Cafés, Bars und Bodegas immer öfter akzeptiert. In punkto Zahlungsverkehr ist es wichtig zu wissen, dass getrenntes Zahlen in Restaurants unüblich ist und immer eine Person am Tisch die Rechnung begleicht.

nach oben

Essenszeiten

Spanier essen gerne und so wird bereits am Vormittag häufig zweimal gespeist. Das erste Frühstück besteht aus Keksen, Toast und Milchkaffe (café con leche) und  zwischen 10 und 11 Uhr nimmt man einen  kleinen Snack wie einen bocadillo (Sandwich) oder eine tortilla (Omelett) mit Saft, Kaffee oder Bier zu sich. Gegen 13 Uhr ist es Zeit für ein kleines Bier oder einen Wein mit Tapas. Das Mittagessen, die Hauptmahlzeit beginnt keinesfalls vor 13 Uhr, meist um 14 Uhr  und das Abendessen wird selten vor 21 Uhr serviert, kann sich aber am Wochenende oft bis nach Mitternacht ausdehnen. Aus Rücksicht auf die Touristen bieten einige Restaurants das Abendessen auch früher an. Zwischendurch stürmen die Spanier die Cafés, Teestuben und Konditoreien zum Nachmittagstee mit Sandwichs, Kuchen und Knabbereien und gegen 19 Uhr füllen sich die Tapa-Bars.

nach oben

Verhalten im Alltag

Die Sicherheit in diesem Land ist mit der in den meisten europäischen Ländern vergleichbar. Auf dem Land gibt es kaum Kriminalität und in den Großstädten sollte man, auch wenn es in Spanien kaum Gewaltkriminalität gibt, nachts dunkle Gegenden meiden. Geld und Wertsachen sollte man bei sich tragen oder im Hotelsafe einschließen. Spanier sind im allgemeinen sehr hilfsbereit und offen und wenn Männer einer Frau nachpfeifen, so sollte  einen das nicht beängstigen - das ist so Sitte.

nach oben

Mietwagen

In Spanien gibt es sowohl internationale als auch nationale Anbieter. Wer jedoch bereits zu Hause weiß, wann er den Mietwagen benötigt, sollte ihn aus Deutschland buchen, da diese Variante  preiswerter ist und man bei einer Buchung vor Ort eventuell das Risiko eines unzureichenden Versicherungsschutzes eingeht. Außerdem finden mögliche Rechtsstreitigkeiten in diesem Falle in Deutschland und nicht in Spanien statt. Die Mietwagenfirmen haben eine weites Spektrum an verschiedenen Fahrzeugtypen im Angebot. Soll es lieber der günstige Kleinwagen oder das Cabrio zum Genießen des tollen Wetters sein? Oder vielleicht lieber ein Wagen mit Chauffeur, damit man die volle Schönheit des Landes ungehindert aufnehmen kann?

Im allgemeinen sind die spanischen Straßen recht gut ausgebaut - lediglich kleinere Nebenstraßen sind vielleicht nicht so gut, erlauben dafür aber ein gemütliches Reisen durch ländliche Gegenden. Die spanischen Autobahnen, die Autopistas, sind meist vierspurig, unterliegen jedoch einer Gebühr. Autovías sind autobahnähnliche, aber kostenlose Schnellstraßen. Fährt man zum ersten Mal in einem anderen Land, so sollte man sich vom Fahrstil der Spanier nicht einschüchtern lassen. Auf den Straßen kommt ihr südländisches Temperament manchmal erst richtig zur Geltung. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran.

 nach oben

Cuánto cuesta esto? - Wie viel kostet das?

Einkaufen in Spanien kann ein wahres Vergnügen sein, besonders wenn man die Haupteinkaufsstraßen meidet und statt dessen kleine Nebenstraßen durchstreift, in denen man sich auch mal in ein kleines Café zurückziehen kann. Auf den vormittags stattfindenden Märkten findet man eine reiche Vielfalt der frischesten Produkte des Landes, regionale Spezialitäten, aber auch Blumen, Kleider und Haushaltswaren. Hier und auch in den kleinen Familienbetrieben ist es üblich zu handeln. Weine bekommt man in Lebensmittelgeschäften und Supermärkten, aber nur die Weinhändler repräsentieren den wahren Reichtum der Anbaugebiete. Besonders interessant sind die Lederwaren, bei denen Spanien in Europa eine führende Rolle einnimmt und auch die spanische Modebranche genießt einen ausgezeichneten Ruf. Und auf keinen Fall sollte man es verpassen, eine pastelerías (Konditorei) zu besuchen, die Spanier sind nicht nur Schleckermäuler, sondern auch hervorragend in der Zubereitung von köstlichen Süßwaren und einer heißen Schokolade, die wirklich aus geschmolzenen Riegeln hergestellt wird. Nur leider kann man diese Erinnerungen seinen Lieben nicht mit nach Hause bringen.

Geschäfte öffnen normalerweise nicht vor 10 Uhr und schließen um 14 Uhr. Nach der Siesta öffnen die Läden von 17 bis mindestens 20 Uhr. Supermärkte und Einkaufszentren haben meist ganztags geöffnet und in den Touristengebieten kann man teilweise sogar sonntags einkaufen gehen.

nach oben