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Weiße Sandstrände, glasklares, grünlich-blaues Wasser, Palmen am Ufer und Agaven in den Gärten - sieht so eine typische Insel zwischen Frankreich und Großbritannien aus? Wer zum ersten Mal eine der Kanalinseln betritt, ist sofort fasziniert von ihrer mediterranen Ausstrahlung. Bedingt durch den Golfstrom und ein spezielles Kleinklima wachsen auf den Kanalinseln viele exotische Pflanzen, die man hier nicht vermuten würde. Im Winter sinkt die
Temperatur fast nie unter den Gefrierpunkt und speziell in der Vor- und Nachsaison zeichnet sich die Inselgruppe durch ein angenehmes, gemäßigtes Klima aus. Jersey verzeichnet im Jahr fast 2000 Sonnenstunden und im Sommer steigt das Thermometer auch über 30 Grad. Wenn einmal Regen angesagt ist, so kann sich das blitzschnell wieder ändern, denn auf den Inseln weht fast ständig ein leichter Wind. nach oben Allgemeines/Tipps Obwohl häufig zu Großbritannien zugeordnet, haben die Kanalinseln eine eigene Regierung (sowohl Jersey, als auch Guernsey - wobei die kleineren Inseln Herm, Sark und Alderney zu Guernsey gehören) und werden nur in außen- und verteidigungspolitischen Angelegenheiten vom Königreich vertreten. 
Kulturell sind die Inselbewohner gleichermaßen von England und Frankreich geprägt, die Landessprache ist englisch. Während in Architektur, Gartengestaltung oder Finanzdienstleistungen (die Haupteinnahmequelle der Kanalinseln) die englische Prägung dominiert, ist das bei den kulinarischen Dingen zum Glück anders. Hier hat sich eindeutig die französische Lebensart durchgesetzt, das Essen ist durchweg sehr abwechslungsreich und präsentiert sich auf
höchstem Niveau. Mit fangfrischem Fisch, Meeresfrüchten und frischem Gemüse (besonders zu nennen ist hier die "Jersey Royal", eine nur hier angebaute Frühkartoffel, die unter Kennern als Delikatesse gilt) werden hier mehrgängige Menüs gezaubert, die ihresgleichen suchen. Allerdings muss man an dieser Stelle erwähnen, dass ein Aufenthalt auf den Kanalinseln keineswegs günstig ist. Bedingt durch das hohe Lohnniveau und den
hohen Kurs des Pfundes muss man in einem normalen Restaurant für ein Hauptgericht mit DM 25.- bis zu DM 30.- rechnen. Eine günstige Alternative kann man in den örtlichen Pubs finden, hier wird mittags und abends kräftige Hausmacherkost zu vergleichsweise günstigen Preisen angeboten (Achten Sie auf die Essenszeiten - oft bekommt man hier abends nur bis 20 Uhr etwas zu Essen - wer nur 5 Minuten zu spät kommt, geht leer aus!).
Wer die Kanalinseln besuchen möchte, sollte sich im Vorfeld für eine von zwei Varianten entscheiden: Entweder eine der beiden Hauptinseln Jersey oder Guernsey fest buchen und diese Insel dann detailliert erkunden oder das “Inselhopping”.
Durch die überschaubare Größe ist erste Variante bei beiden
Inseln innerhalb einer Woche zu schaffen und beide Inseln haben einiges zu bieten: Für Wanderer, Fahrradfahrer, Golfer und Wassersportler kann man sowohl Jersey als auch Guernsey getrost als Eldorado bezeichnen. Oder Sie wählen die zweite Variante und entscheiden sich für "Inselhopping", was durch die geringe Entfernung der Inseln voneinander sehr gut möglich ist. Zwischen den einzelnen Inseln verkehren Fähren (Informieren Sie sich vor Buchung über die
Abfahrtszeiten) und zwischen Jersey, Guernsey und Alderney kleine Flugzeuge, die nicht länger als 20 Minuten unterwegs sind. Die idyllische Insel Herm erreichen Sie am besten von Guernsey mit einer Fähre, die letzte Fähre verlässt Herm wieder gegen 17.30 Uhr, oder Sie buchen eine oder mehrere Übernachtungen in Herm, das nur von 56 Menschen ständig bewohnt ist. Herm verfügt über einige wunderschöne Sandstrände (besonders zu nennen ist hier der Shell Beach, der im
Sommer fast karibisches Flair vermittelt), ansonsten ist das Freizeitangebot hier eher begrenzt. nach oben Unterkunft Auf den beiden Hauptinseln Jersey und Guernsey ist die Auswahl an Unterbringungsmöglichkeiten groß: Neben Ferienwohnungen, inhabergeführten Pensionen und Mittelklassehotels gibt es auch eine Anzahl von absoluten Spitzenhotels, die in der
oberen Preisklasse angesiedelt sind. Diese Spitzenhotels können sich an der Weltklasse messen und zeichnen sich meist durch eine besonders exponierte Lage, gediegene Innenausstattung und exquisite Küche aus. Das Preisniveau bei den Unterkünften ist aus den bereits genannten Gründen durchgängig hoch, wer hier fast 50 Prozent sparen möchte, reist in der Vor- oder Nachsaison. nach oben Sehenswertes
Überhaupt sind sowohl Jersey als auch Guernsey außerhalb der Saison durchaus attraktiv: Bereits ab Anfang April sind beide Inseln ein einziges Blumenmeer, über das Jahr verteilt gibt es verschiedene Blumenfestivals, die die außergewöhnliche Flora der Inseln ansprechend präsentieren.
Für Wanderer und Radfahrer sind die Bedingungen in Vor- und Nachsaison ideal, es gibt gut ausgeschilderte Klippenwanderwege, die atemberaubende Blicke eröffnen und auf halbem Weg findet sich immer wieder ein uriges Pub oder ein schönes Gartenlokal zum Einkehren. Ein - wenn auch gut frequentierter - Geheimtipp ist immer noch das Old Portelet Inn auf Jersey, hier bekommt man in rustikalen Gemäuern zu recht günstigen Preisen sehr gutes Essen. Bei
Portelet zweigt auch ein kleiner Weg ab, der direkt bis zu einem Parkplatz am Noir Mont Point führt. Donnerstag abends zwischen 19 und 21Uhr kann man hier den größten erhaltenen, mehrstöckigen Bunker aus dem zweiten Weltkrieg besichtigen. Wenn die Besatzungszeit auch vielen der Inselbewohner in sehr düsterer Erinnerung ist, so haben sie doch einen Weg gefunden, diese Geschichtszeugnisse zu erhalten und dem Tourismus
zugänglich zu machen. Besonders beindruckend ist der Besuch des German Underground Hospitals westlich von St. Peter`s Village, das seit einigen Monaten mit einem völlig neuen Ausstellungskonzept der Öffentlichkeit zugänglich ist. In einem riesigen unterirdischen Tunnelkomplex vermittelt diese Ausstellung mit multivisionellen Mitteln die Be- und Unterdrückung der Besatzungszeit. Sie sollten zwei Stunden für die Besichtigung dieser
Anlage einplanen und wer sich darüber hinaus für die zahlreichen Befestigungen des deutschen Atlantikwalls interessiert, der wird sowohl in Jersey, als auch in Guernsey zahlreiche begehbare Überreste dieser Zeit finden. Bereits viele Jahrhunderte vor dem zweiten Weltkrieg waren die Kanalinseln wegen ihrer strategisch wichtigen Lage gut befestigt, viele Festungsanlagen in den unterschiedlichsten Erhaltungszuständen
bezeugen dies. Eine kuriose Verquickung zwischen neuerer und älterer Geschichte ist das Ganggrab von La Hougue Bie auf Jersey. Neben einem Befehlsbunker aus dem zweiten Weltkrieg kann man hier ein altes Ganggrab von ca. 3500 vor Christus im wahrsten Sinne des Wortes "begehen. nach oben Sport
Zu den angenehmsten Beschäftigungen auf den Kanalinseln gehören alle möglichen Arten von Sport. Auf Jersey und Guernsey gibt es alleine fünf 18-Loch Golfplätze sowie etliche kleinere Anlagen. Golf wird hier auf höchstem Niveau gespielt, ein Hanikap von 70 ist bei den besten Plätzen Spielbedingung. Aber auch Reiter, Windsurfer, Segler (die Kanalinseln zählen als das zweitschwierigste Segelrevier der Welt) und Schützen kommen hier auf ihre
Kosten. Selbst Anfängern ist es auf Jersey - in einem weiträumig abgesperrten Gebiet - möglich auf Tontauben zu schießen (Termine am Sonntag morgen und nach Vereinbarung mit Mr. Gotel, mobil 07797/734219). nach oben Kultur
Ein besonderer Leckerbissen für kulturell interessierte ist das Victor Hugo Haus auf Guernsey in St. Peter Port. Hugo lebte hier von 1856 bis 1870 im politischen Exil und schrieb hier neben "Les Miserables" einen großen Teil seiner bekannten Werke. Unabhängig von seinem literarischen Schaffen ist dieses Hauses ein beeindruckendes Zeugnis seines Wirkens als Innenarchitekt. Der exzentrische Literat hat hier ein multikulturelles Ebenbild
seiner manchmal wirren Gedanken geschaffen, das seinesgleichen sucht. Im Jahre 2002 jährt sich der Geburtstag Victor Hugos zum 200. Mal, vielleicht auch für Sie ein Anlass, den Kanalinseln einmal einen Besuch abzustatten. nach oben
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