La Palma - Robinsons Paradies

Wer denkt, die Kanarischen Inseln zu kennen, muss La Palma gesehen haben. Viel Natur, nur 80.000 Bewohner und eine relaxte Atmosphäre laden zum Entspannen und Wandern ein. Eine Reise können Sie bequem über jedes Reisebüro , das Caleidoskop führt, buchen.

Nur 4 1/2 Stunden Flug und schon ist die Form eines menschlichen Herzens in der Weite des Atlantik zu erkennen. Imposante Küstenlandschaften, malerische Orte und einsame Strände erwarten diejenigen, welche es "wagen", sich einmal abseits der Touristenrouten zu bewegen. Wer Kurs auf die Isla Verde (Grüne Insel) La Palma nimmt, kann zusammen mit Kanariern und Urlaubern von der Iberischen Halbinsel "typisch" spanische Ferien erleben. Die üppig bewachsenen, eindrucksvollen Bergformationen waren ausschlaggebend für die zweite Titulierung der Insel: "Kanarische Schweiz". Trotz der zahlreichen kleinen, aber feinen, Sandstrände steht auf La Palma nicht so sehr der Badeurlaub, sondern ausgedehnte Wanderungen, Bus- und Mietwagentouren auf dem Programm. Doch auch der Anmietung eines Esels als Fortbewegungsmittel der etwas anderen Art steht hier nichts im Wege, wenn es um die individuelle Gestaltung eines echten Erlebnisurlaubes geht.

Unser Erwartungshorizont "Kanarische Inseln" ist meist sehr überschaubar: Sonne, Palmen, Strand. Nur wenige wissen, daß es DIE Kanarischen Inseln gar nicht gibt. Denn es sind 13 Inseln, die den herrlichen Archipel bilden und jede einzelne davon ist anders. Einige, wie Gran Canaria und Tenerife, sind fest in den Händen der Touristen, andere sind gar nicht, oder, wie La Palma mit 80.000 Einwohnern, eher dünn besiedelt. Das angenehme milde Klima der sogenannten "Inseln des Ewigen Frühlings" zieht Reisende aus  Mitteleuropa bevorzugt im Herbst, Winter und Frühjahr an, wenn es in den Heimatländern kalt und ungemütlich ist. Im allgemeinen ist der Westen La Palmas sonniger als die Ostküste und häufig läßt sich ein eindrucksvolles Naturschauspiel beobachten, wenn Wolken in Kaskaden über den bizarr wirkenden vulkanischen Caldera - Rand fließen und sich auf der Westseite rasch auflösen. Verregnete Tage braucht man jedoch auch in der östlichen Küstenregion nicht zu befürchten.

Der Pilot setzt zur Landung auf Santa Cruz an. Stille Plätze, Arkaden und schmucke Fassaden versetzen schon beim ersten Bummel durch die Inselhauptstadt in fröhliche Urlaubsstimmung. Vor allem an Wochenenden flanieren auch die Einheimischen gerne die von Straßencafés gesäumte Uferstraße entlang und mit etwas Glück stößt man auch auf eine tanzlustige Trachtengruppe. Um die sehenswerten holzgeschnitzten Balkone, schattigen Innenhöfe, Kirchen und Klöster der Stadt zu Fuß zu entdecken genügt es normalerweise, einen Tag einzuplanen. Viel mehr Zeit sollte man sich nicht nehmen, denn schließlich gilt es noch die vielen anderen Schönheiten der Insel zu erkunden!

Äußerst beeindruckend ist die Vulkanroute: Besonders Sportliche zieht es dabei zu den steil empor ragenden Vulkankegeln: Herrliche Ausblicke auf die bizarren Formen der jungen Vulkane der San-Juan-Eruption, der schwarze Schlund des erst 1949 ausgebrochenen Hoyo Negro, tiefe Spalten, heißer Dampf und gelber Schwefel am Duranznero versetzen Wanderer und Naturfreunde in Erstaunen. Weite Strecken der Insel sind von alten und jüngeren Lavaströmen durchzogen und Riesen-Lavafelder in allen möglichen Farben dehnen sich rechts und links der Fahrstraßen aus. Die Mitte der Insel dominiert La Caldera de Taburiente, ein über 7 km breiter Vulkankrater. Ein Besuch dieses zum Nationalpark erklärten Naturwunders gehört zweifellos zu den Höhepunkten eines Aufenthaltes auf La Palma. Unerklimmbar steil ragen die Felswände empor, die einsamen Wander-wege sind von erfrischenden Quellen gesäumt. Mindestens ebensoviel Wasser rieselt aus den Felswänden und tropft von den Bäumen des Lorbeerwaldes im Gebiet von Los Tilos. Dieser Lorbeerwald ist ein vom Aussterben bedrohtes Relikt aus der Tertiärzeit! Für abwechslungsreiche und erholsame Tage ist auf der sonnigen Insel jedenfalls gesorgt. Wer dann noch gerne einen herrlichen Tag mit einem guten Tropfen Rotwein in einer urigen Kneipe ausklingen läßt, der fühlt sich auf La Palma fast wie im Paradies!

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