Eigenwillig und interessant: Reykjavik ist angesagt!

Reykjavik ist ganz weit oben, sowohl auf allen Landkarten als auch auf allen In-Listen.  Egal, ob dafür Elfen, Feen oder Gnome zuständig sind, die Stadt ist zur Zeit ein ganz heißer Tipp. Eine Reise können Sie bequem über jedes Reisebüro , das Caleidoskop führt, buchen.

Diesmal wollen wir Ihnen eine Hauptstadt vorstellen, die kaum größer ist, als ein Stadtteil von Frankfurt und dennoch mehr als die Hälfte der Bevölkerung eines Landes von der Größe von Holland und Belgien zusammen beheimatet.
Mit etwa 178.000 Einwohnern ist Reykjavik mit seinen Vororten durchaus überschaubar und deswegen um so reizvoller und für einen Städtebesuch besonders geeignet. Erst 1786 erlangte Reykjavik Stadtrechte und dies mit genau 167 Einwohnern (!!!). Wer die Stadt - ankommend vom internationalen Flughafen Keflavik - erreicht, ist zunächst erstaunt über die große räumliche Ausdehnung. Im dünn besiedelten Island ist dies jedoch schnell verständlich, zumal Reykjavik im Laufe der Jahrzehnte mit diversen Vorstädten zusammengewachsen ist. Auffallend ist das harmonische Nebeneinander von sehr alten Häusern und moderner Architektur. Das älteste Haus in der Nähe des Rathauses wurde Mitte des 18.Jahrhunderts gebaut und liegt im alten Kern der Hauptstadt. Hier findet man viele alte Gebäude. eigenwillig in kräftigem Blau, Orange oder Grün bemalt. Diese Farbigkeit im Stadtbild ist allgegenwärtig und mag entstanden sein, um den Bewohnern an langen, dunklen Wintertagen eine optische Abwechslung zu bieten. Einen anderen Akzent setzen viele außergewöhnlich moderne Gebäude, die vor allem Büros beherbergen. Die Architekten Islands zählen in ganz Europa zu den innovativsten, extravagante Entwürfe sind hier an der Tagesordnung. Als Wahrzeichen der Stadt gilt die Hallgrim`s Kirche, die mit ihrem Turm ganz Reykjavik überragt.

Wer nun aber denkt, daß sich aufgrund der relativ kleinen Größe von Islands Hauptstadt hier Hase und Fuchs “Gute Nacht” sagen, der irrt gewaltig! In Reykjaviks Shopping-Meile, der Laugavegur (Und die zieht sich wirklich etwa eine Meile durch den Stadtkern), ist immer etwas los. Neben Geschäften aller Art findet man hier Top-Designer aus den verschiedensten Bereichen. So überraschen kleine Edelboutiquen mit ausgefallener Schaufensterdekoration ebenso, wie Schuhkollektionen in der 500-Euro-Klasse. Wenn man die Neuerscheinungen in Buch- und Plattenläden begutachtet, so setzt sich die Erkenntnis durch, das Aktualität und Zeitgeist nichts mit der geographischen Lage zu tun haben. Wenn einen nun nach stundenlangem Shoppen ein hungerähnliches Gefühl beschleicht, kommt die nächste Überraschung: Das gastronomische Niveau ist hier durchaus gehoben, wenn nicht sogar erstklassig. Natürlich findet man auch hier die internationale Fast-Food-Connection mit dem Großen M, aber wer es ein wenig stilvoller mag, der braucht nicht lange zu suchen. Als Geheimtip möchten wir gerne das “Einar Ben” nennen, das am Beginn der Laugavegur liegt. Neben eigenwilligen Kreationen des Küchenchefs überzeugt hier besonders die stilvolle Atmosphäre. Wer sich nach einem mehrgängigen Menü zu Zigarre, Kaffee oder Single-Malt-Wiskey in den Saloon zurückzieht ist mit sich und der Welt zufrieden. Für all jene, die sich jetzt noch in das Nachtleben stürzen möchten, bietet Reykjavik ungeahnte Möglichkeiten. Neben einigen In-Clubs, die sogar häufig von der New Yorker Prominenz besucht werden, gibt viele gemütliche Pubs, wo man den Abend ausklingen lassen kann. Einen kleinen Wermutstropfen darf man jedoch an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen: Essen und Trinken sind im Vergleich zum restlichen Europa sehr teuer. Dies gilt besonders für alkoholische Getränke, die bei stärkerem Konsum die Reisekasse ganz schön strapazieren können. Dennoch ist Reykjavik in jedem Falle eine Reise wert, vor allem in der Vor- oder Nachsaison, wo es im ganzen Land - im Gegensatz zum Sommer - ausreichend Hotelkapazitäten gibt. Viele Reisende kombinieren ihren USA-Urlaub mit einem Aufenthalt in Reykjavik, Icelandair bietet hier äußerst günstige Tarife.

Natürlich ist ganz Island ein Land, in dem man Wochen verbringen kann, ohne sich zu langweilen. Wer nicht ganz so viel Zeit mitbringt, sollte zumindest die nähere Umgebung der Stadt erkunden, hier sind besonders die “Blaue Lagune “ und der “Golden Circle” zu nennen. Bei der “Blauen Lagune handelt es sich um ein zwischen dem Flughafen und der Hauptstadt liegendem künstlichen See, der durch Erdwärme erhitzt ist und mit seinem schwefel- und mineralhaltigem Wasser selbst bei Schneefall ein außergewöhnliches Badeerlebnis ermöglicht. Der “Golden Circle” ist eine Tour im Südwesten Islands, die einen schönen Einblick in die landschaftlichen Wunder von Island vermittelt. Wasserfälle, heiße, Quellen, Vulkanseen und wunderbare Blicke auf in der ferne liegende Gletscher machen auf dieser an einem Tag zu bewältigenden Tour Appetit darauf, sich mit diesem schönen Land näher zu beschäftigen.

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