| Das ewige Rom Warum die italienische Hauptstadt und kulturelle Metropole diesen Namen trägt, ist nicht belegt. Vielleicht weil sie eine jahrtausende alte, ruhmreiche
Vergangenheit hat oder vielleicht weil man diese Stadt nach einem Besuch nie wieder vergisst und man ewig den Wunsch hegt, zurückzukehren? Rom ist das klassische Städtereiseziel schlechthin - Kunstinteressierte, Geschichtsbegeisterte, Freunde der italienischen Mode oder katholische Pilger - für alle führen die Wege nach Rom. 1500 Jahre war es der kulturelle Mittelpunkt Europas und Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse und auch heute ist es noch ein wichtiges wirtschaftliches
Zentrum mit einem regen politischen und künstlerischen Leben . "7 5 3 - Rom schlüpft aus dem Ei!" Der Legende zufolge fand der Hirte Faustulus die Zwillinge Romulus und Remus in einem Korb ausgesetzt und von einer Wölfin gesäugt. Diese Geschichte des Stadtgründers Romulus lässt sich historisch allerdings nicht belegen. Sicher ist jedoch, dass sich im 8.
Jahrhundert vor Christus Bauern und Schäfer auf dem Palatin ansiedelten, dies ist einer der sieben Hügel, auf denen das antike Rom erbaut wurde. Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage an einer Furt des Tibers gewann das kleine Dorf schnell an Bedeutung und die wechselvolle Geschichte zur gefeierten Kaiserstadt - aber auch zum Ort verheerender Plünderungen - nahm ihren Lauf. Seinen Höhepunkt hatte Rom unter dem Kaiser Augustus (44 v. Ch. bis 14 n. Chr.). Ganz
Rom ist eigentlich ein Freilichtmuseum voll von gut erhaltenen Bauten, Ruinen aus der frühesten Zeit, Fresken und berühmten Gemälden, die von Ruhm und Verfall erzählen. Das Forum Romanum, das Kollosseum, das Pantheon und all die anderen Relikte aus der Antike ziehen jedes Jahr Millionen von Besuchern aus der ganzen Welt an. So beeindruckend manche Bauten auch wirken mögen, ab und zu wird man doch zum
Schmunzeln und Rezitieren von Asterix berühmtem Satz verführt. "Die spinnen die Römer!" So wurde die Piazza Navona, ein Platz mitten in der Stadt mit gewöhnlichen Häusern, nicht etwa nur für normale Theaterstücke genutzt, sondern komplett geflutet, auch um turbulente Wasserschlachten mit richtigen Booten aufzuführen.
In Rom ist die Geschichte nicht verstaubte
Vergangenheit, hier wird sie gelebt. Bei einem Bummel durch die engen Gassen, der Besichtigung einer der zahllosen Kirchen und Museen, einem Espresso in einem Café auf der Piazza Navona oder einer Pause auf der Spanischen Treppe erfährt man diverse Epochen hautnah. Das historische Zentrum und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und selbst Nichtgläubige werden unter der mächtigen Kuppel des Petersdoms in Ehrfurcht versetzt.
Die Vatikanischen Museen, die sich in den Palästen
um den Petersdom befinden, beherbergen weltbekannte Kunstschätze und in der Sixtinischen Kapelle kann man das berühmte Deckenfresko von Michelangelo bewundern. Großer Berühmtheit erfreut sich auch die von Michelangelo entworfene Piazza del Campidoglio mit ihrem Museum, das eine der wertvollsten Kunstsammlungen der Welt präsentiert. Doch Rom hat weitaus mehr zu
bieten als antike Kultur und berühmte Kunstwerke: bei einem Bummel durch die kleinen Gassen und Sträßchen taucht man ein in das Dolce Vita, das italienische Verständnis vom süßen Leben. Das einzigartige Flair Roms besteht aus einer unnachahmlichen Mischung aus Geschäftigkeit und Melancholie, Schönheit und Vernachlässigung, Eleganz und Schlamperei. Man muss nicht unbedingt eine Münze in den Trevi-Brunnen geworfen haben, um den Wunsch zu haben,
noch einmal in diese Stadt zurückzukommen.
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