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Nach fast einem Jahrhundert der Rassentrennung wird Südafrika heute von Thabo Mbeki, einem Schwarzen, regiert. Er ist der Nachfolger von Nelson Mandela, der 1994 der erste farbige Präsident Südafrikas wurde. Heute hat dieses Land an der Südspitze des afrikanischen Kontinents auf einer Fläche von 1 219 080 qkm ca. 42 Millionen Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 35 Einwohnern pro qkm entspricht. Durch die 1994 in Kraft getretene Übergangsverfassung ist Südafrika in neun Provinzen gegliedert, es wird im Osten vom Indischen und im Westen vom Atlantischen Ozean begrenzt. Hauptstadt ist Pretoria, in Südafrika überwiegen die zwei Amtssprachen Afrikaans und Englisch, aber auch Deutsch ist sehr verbreitet. Nebenbei wird auch Zulu, Xhosa, Sotho und Tswana gesprochen. In Namibia wird ebenfalls Afrikaans, Englisch und Deutsch gesprochen. Namibia mit der Hauptstadt Windhoek zählt zu den Trockengebieten Afrikas. Es gehört mit nur 1,7 Millionen Menschen auf einer Fläche von 824.000 Quadratkilometern zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt. Gute bis ausgezeichnete Versorgung mit Ärzten und Apotheken besteht sowohl in Südafrika als auch in Namibia, spezielle Medikamente sollten aber mitgebracht werden. Da die hygienischen Verhältnisse gut sind, kann man besonders in den etwas besseren Restaurants sowohl Salate als auch frisches Obst unbedenklich verzehren. Für Besucher, die direkt aus europäischen Ländern einreisen, sind keinerlei Impfungen zwingend vorgeschrieben. Jedoch empfiehlt sich vor allem bei Besuchen der Nationalparks (Etosha-Namibia, Krüger-Südafrika, etc.) und der Flachlandgebiete ganzjährig eine Malaria-Prophylaxe. Das meist warme und trockene Klima ist recht gut verträglich und erlaubt Reisen zu jeder Jahreszeit. Da jedoch im südlichen Afrika unterschiedliche Klimazonen herrschen, lassen Sie sich am besten bei Buchung ihrer Reise von uns individuell beraten. Bemerkenswert ist, daß in Südafrika und Namibia die Jahreszeiten den unseren entgegengesetzt sind und so Juni bis August die kälteren Monate darstellen. Generell ist leichte Sommerkleidung das ganze Jahr über ausreichend, lediglich für die kühleren Abendstunden sollten sie etwas Wärmeres im Gepäck haben. Allerdings sind die Tagestemperaturen teilweise recht starken Schwankungen unterworfen und damit man für alle Fälle gerüstet ist, sollte auch ein Regenschutz in keinem Urlaubsgepäck fehlen. Empfehlenswert ist die Mitnahme von Reiseschecks oder Bargeld. Euroschecks werden nicht akzeptiert. Die bekanntesten Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners, weniger: American Express) sind sehr verbreitet, doch zum Tanken können sie nicht genutzt werden. Die Einfuhr von Fremd-währung ist unbegrenzt zulässig. In Namibia wird auch das Südafrikanische Rand (1Rand= 1Namibia Dollar) als Zahlungsmittel gern gesehen. Dieses Thema spielt für dieses Reisegebiet eine ganz besondere Rolle, da vermutlich jeder schon etwas über die hohe Kriminalität in Südafrika gehört hat. Sie ist eine Folge aus der durch die Apartheid-Regierung verursachte starke Armut unter den Farbigen und in jedem Reiseführer gilt diesem Problem ein eigenes Kapitel. Es mag gewisse Gegenden in Südafrika geben, die gefährlich sind, aber sind das nicht auch manche Gegenden in Washington, London oder Frankfurt?! Wer jedoch gesunden Menschenverstand einsetzt und nicht Viertel, vor denen explizit gewarnt wird, erkunden möchte, wird sich auch in diesem Land relativ sicher fühlen. Sicherer vor Diebstählen ist man, wenn man sich in den Zentren der Städte nicht durch teuren Schmuck und offen getragene Kameras als Tourist zu erkennen gibt! Wegen der weißen Hautfarbe wird man im südlichen Afrika nicht auffallen, da es viele weiße Einheimische gibt. Erkundigen Sie sich in jedem Fall noch einmal vor Reiseantritt nach eventuellen Risikogebieten, wir beraten Sie gerne. Generell kann man besonders in Südafrika von sehr guten Straßen reden. Die wichtigsten Städte sind alle durch geteerte Schnellstraßen miteinander verbunden (Tempolimit 100-120 km/h), lediglich recht ungewohnt ist der herrschende Linksverkehr. Auf den nicht asphaltierten Straßen sollte man besonders vorsichtig und langsam fahren und bei einer staubigen Strecke nicht vergessen, das Licht anzuschalten. Entscheidet man sich für das Mieten eines Wagens oder eines Wohnmobils, erhält man bei der Übernahme meist eingehendes Informationsmaterial und in den lokalen Informationsbüros liegen detaillierte Karten und Broschüren bereit. Es empfiehlt sich vor allem, die Sicherheitshinweise gut durchzulesen und einzuhalten. Das Angebot der Autovermietungen ist breitgefächert; für den Sportlichen stehen Flitzer zur Verfügung und für Pirschfahrten durch die Nationalparks kann man geländegängige Jeeps mieten. Internationalen Führerschein nicht vergessen! Die Küche im südlichen Afrika, die ihre europäische Herkunft allerdings nicht verleugnen kann, zeichnet sich durch hervorragende Fleischgerichte, viele Salate und exotische Obstsorten aus. Besonders beliebt ist hierzulande auch das barbecueähnliche "Braaivleis" (Schwein, Rind, Hammel oder Lamm). Feinschmecker werden mit zahlreichen Fischgerichten verwöhnt und wer Meeresfrüchte schätzt, wird die hiesige Languste (Crayfish) lieben. Natürlich sollte jeder Besucher auch die regionalen Spezialitäten getestet haben und sich nicht scheuen, Ungewohntes wie das ausgezeichnete Straußen- oder auch Krokodilfleisch zu probieren. Hervorzuheben ist auch die Qualität des südafrikanischen Weines, der weltweit geschätzt wird. Doch auch Biertrinker müssen auf die Qualität des guten, deutschen Bieres nicht verzichten - "Windhoek Lager" wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. | |||||||||||||||||||||||||||||