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Vietnam erstreckt sich in schmaler S-Form entlang der Ostküste der indochinesischen Halbinsel. Mit 331 114 km² ist es etwa so groß wie Deutschland und mit einer Einwohnerzahl von rund 76 711 000 zählt es zu einem der dichtbesiedeltesten Länder Südostasiens. Die erste Siedlung wurde vor rund 500 000 Jahren gegründet und heute sind
Sprache, Architektur, Küche und die gesamte Kultur von Einflüssen der Mon-Khmer, der Thai und der Chinesen geprägt. Das Ergebnis ist eine eigenständige Kultur, die sich jedoch deutlich von der in China, Südostasien oder Indien unterscheidet. Die Amtssprache ist vietnamesisch, das für uns Europäer nur äußerst schwer zu erlernen ist. Je nach Tonhöhe und Bedeutung haben die Worte die unterschiedlichsten Bedeutungen und so kann das Wort "ma" je nach Aussprache für
“Phantom”, “aber”, “Mutter”, “Reissämling”, “Grab” oder auch “Pferd” stehen. Neben den Basisschutzimpfungen wie Tetanus, Diphtherie und Polio empfiehlt sich, wie für alle Länder Südostasiens, auch für Vietnam eine Impfung gegen Hepatitis und eventuell auch gegen Typhus. Je nach Reiseziel sollte man für Malariaprophylaxe sorgen. Die Großstädte, das Rote Fluß Delta und die Küstengebiete nördlich von Nha Trang gelten jedoch als malariafrei. Ab der Dämmerung bis zum Morgengrauen sollte man zum Schutz vor Moskitos langärmelige, helle Kleidung tragen und sich unter Umständen mit Mosktio-Schutzlotion eincremen. Um Durchfallerkrankungen vorzubeugen, sollte man bei dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten vorsichtig sein. Ein Durchfallmittel sollte dennoch in keiner Reiseapotheke fehlen. Da die deutschen Krankenversicherungen in Vietnam nicht gelten, sollte man unbedingt eine private Zusatzversicherung mit Rücktransport abschließen. Eine besondere Empfehlung für die Reisezeit kann man aufgrund der immensen Länge und der gewaltigen Höhenunterschiede für Vietnam unmöglich geben. Der Norden des Landes wird klimatisch von Winden aus China beeinflusst, die von November bis Januar für frostige Kälte und von Juni bis Oktober für schwere Regenfälle und hohe Temperaturen sorgen. In Zentralvietnam herrscht ein gemäßigtes Klima, bei dem es das ganze Jahr über zu regelmäßigen, leichten Regenfällen kommt. Der südliche Zipfel Vietnams wird von subäquatorialem Klima beeinflusst - von Juni bis Oktober herrscht Monsunklima und von November bis Mai eine trockene Periode. In Hanoi liegt die Durchschnittstemperatur im Januar bei 17°C und im Juli bei 29°C. In Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) sind die Temperaturen mit 26°C im Januar und 29°C im Juli im Jahresdurchschnitt etwas höher. Die vietnamesische Währung ist der Dong (1 Dong= 10 Háo = 100 Xu), der weder ein- noch ausgeführt werden darf und von dem nur Scheine existieren. Sehr beliebt ist in diesem Land, besonders im Süden, der US-Dollar, mit dem man Flugscheine, Bahnfahrkarten, Mietwagen und Hotels bezahlt. Man sollte sich also vor der Abreise ausreichend Dollar in kleinen und unbeschädigten Scheinen besorgen. In Banken kann man Reiseschecks und Bargeld umtauschen. Möchte man jedoch eine andere Währung als den US-Dollar tauschen, muss man eine der großen Banken in Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt aufsuchen. In diesen beiden Städten kann man in den internationalen Hotels auch mit Kreditkarte zahlen. Den besten Kurs vor Ort erhält man in chinesischen Schmuckgeschäften. Die Einreise ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das wir als ihr Reisebüro 6-8 Wochen vor Reiseantritt für Sie beantragen. Ferner benötigen Vietnamreisende einen 6 Monate über das Reiseende gültigen Reisepass. Bei der Einreise werden alle Gepäckstücke durchleuchtet. Wertvolle Gegenstände werden im Zollformular vermerkt und müssen bei der Ausreise wieder vorgelegt werden. Zu Schwierigkeiten kann es bei der Einfuhr von Videofilmen und Büchern kommen, die gelegentlich zu einer eine Woche dauernden "kulturellen Inspektion" einbehalten und auf politisch unkorrektes Material und Pornographie untersucht werden. Die südostasiatische Küche ist für ihre Vielfalt und Schmackhaftigkeit berühmt. Die vietnamesischen Speisen sind zum Teil stark von der französischen Küche geprägt. Sie sind leicht und fast immer gut bekömmlich und mit frischen Kräutern delikat gewürzt. Das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten, frischem Gemüse und Obst ist reichhaltig. Doch ist Vietnam auch eines der Länder, in denen es wirklich all die Gerichte gibt, vor denen einem Europäer normalerweise graut. Doch die meisten dieser Spezialitäten sind teure Köstlichkeiten, in deren Genuss man nur schwerlich ungewollt kommt. Auch wenn es fast alle westlichen Ausländer zweifelsohne Überwindung kostet, gegrillten Hund, gebratene Katze, Maus, Schlange oder Seidenraupen zu essen, sind sie gut zubereitet, so sind sie etwas wirklich Besonderes. Vietnamesische Sauer-Scharf-Suppe (4 Portionen) Zutaten: Hühnerbrühe erhitzen und die Hähnchenbruststreifen darin kurz kochen lassen. Mu-Err-Pilze mit kochendem Wasser überbrühen, 30 Minuten ziehen lassen und in feine Streifen schneiden. Währenddessen Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Möhren- und Weißkohlstreifen darin bissfest dünsten. Mit etwas heißer Hühnerbrühe ablöschen und Ananaswürfel und Pilzstreifen hinzugeben. Mit Zitronensaft, Salz und Sambal Olek abschmecken. Die Tomaten achtern, Kerne entfernen und in jede Suppenschale 4 Stückchen geben. Hühnerbrühe erneut aufkochen und alles in die Schalen geben. Guten Appetit! | |||||||||||||||||||||||