St. Lucia

Nils Bogorinski und Ilse Hassenzahl schildern ihre Eindrücke von der Karibik-Insel

Als wir am 7.Juli.2000 um 10:25 Uhr mit einer Boeing von Condor am Frankfurter Flughafen abflogen, war die Maschine nur zu einem Viertel besetzt, was uns eigentlich erst etwas unsicher stimmte. Als nach dem Zwischenstop in Antigua dann nur noch 15 Personen in dem Flugzeug saßen wurde es uns so langsam mulmig, weil wir uns fragten, ob überhaupt jemand gerne nach St. Lucia wollte. Nach unserer Ankunft am Flughafen mußten wir unsere US Dollar erst in ostkaribische Dollar umwechseln, da man in dieser Währung leichter mit den Taxifahrern handeln konnte. Der Taxifahrer erklärte uns, daß sehr wenige deutsche Touristen hierher kommen würden, da es früher mal eine französische und dann eine englische Kolonie war und überwiegend Franzosen und Engländer hierher kämen. Während der 2-stündigen Taxifahrt quer durch das Land konnten wir die vielen Bananen- und Kokosnuss-Plantagen bewundern. Nachdem wir unsere Koffer in unserem mit Klimaanlage und Sat-TV ausgestattetem Zimmer ausgepackt hatten, traf uns gleich der erste Schock. Es regnete draußen wie aus Eimern und wir befürchteten schon das schlimmste, als wir uns dann aber an der Rezeption erkundigten, teilte man uns mit, daß es jeden Tag, für 5-10 Minuten so stark regen würde, da wir uns am Anfang der Regenzeit befänden. Und, wie versprochen, hörte es genauso plötzlich zu regnen auf, wie es angefangen hatte. Das erste, das man bei einem Karibikurlaub natürlich macht, man zieht die Badesachen an und geht zum Strand. Als wir am Strand ankamen, war es wie im Film: Die Sonne stand noch am Himmel, ein weißer Sandstrand, strahlend blaues Wasser und riesige Segel-und Motoryachten lagen in der Bucht vor Anker. Wir entschieden uns daraufhin, den Rest des Tages am Strand zu verbringen.



Abends konnte man sich in gemütlichen karibischen Bars in der Nähe unseres Hotels mit anderen Urlaubern unterhalten. Durch das Klima und die himmlische Ruhe waren wir täglich schon um 6:00 Uhr wach und gingen dann auch gleich frühstücken. Wir erkundeten die Umgebung täglich und fanden unter anderem heraus, daß die Einheimischen, wie z.B. Schmuckverkäufer oder Taxifahrer, niemals eine Frau  von sich aus ansprechen und wenn sie mal einem Pärchen begegnen sollten, nur mit dem Mann über den Preis ihrer angebotenen Waren verhandeln. Die Hauptstadt Castries muß man nicht unbedingt gesehen haben, da es hier nur einen kleinen Markt gibt und der Rest ein riesiges Armenviertel ist. Sehenswert ist die Stadt nur zum Karneval im Juli und somit konnten wir dieses Spiel der Farben und die Super-Stimmung genießen.

Für uns waren die sehr vielen kleinen Dörfer äußerst interessant. Ohne längere Taxi oder Busfahrten gab es trotzdem etwas, das man direkt vom Hotel aus besichtigen konnte. Nach fünf Minuten zu Fuß war man schon direkt an der Fähre, die dann in 15 Minuten zu Pigeon Island fuhr, wo man nicht nur das alte Militärfort sondern auch den schönen Strand und die immergrüne Insel bewundern konnte. Es war etwas erstaunlich, daß man zwar mit der Fähre auf die Insel gebracht wurde, wollte man die Insel aber betreten, mußte man noch einmal extra bezahlen. Die Halbinsel wurde in der Kolonisationszeit als Verteidigungsbasis verwendet.

Die bis vor einigen Jahren noch aktiven Vulkane, die Pitons, hatten uns sehr enttäuscht, da der Teil, den man besichtigen konnte, total eingestürzt war. Ein unvergessenes Erlebnis wird uns die Verpflegung bleiben, da nicht in jedem Restaurant Preis und Leistung kalkulierbar waren. So pas-sierte es uns, daß in einem Restaurant ein teurer Scampi Cocktail nicht den Erwartungen nach bisherigen Kenntnissen entsprach, da er lediglich aus sechs Scampi bestand.
Gerne denken wir aber an die herrlichen Spaziergänge an den langen weißen Sandstränden zurück. Wir hatten uns dann entschlossen den Rest des Urlaubs am Strand zu verbringen und wirklich richtig auszuspannen.
Für uns ist St. Lucia zur Trauminsel geworden.

 

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