Vietnam - ein Land öffnet sich

Kerstin Bohrer hat für Sie ihre Erfahrungen aus einem Land, das sich nun sehr schnell dem Tourismus öffnet, niedergeschrieben. Jetzt ist noch möglich, Ursprünglichkeit und unverfälschtes Asien zu erleben. Ihre individuelle Reise nach Vietnam können Sie über jedes Reisebüro  , das Caleidoskop führt, buchen.

Hier der Bericht:

Das erste Ziel unserer Reise war Ho Chi Minh Stadt, früher bekannt als Saigon.

Diese faszinierende, asiatische Metropole ist stark vom französischen Kolonialstil geprägt. Herrliche Häuserfassaden säumen baumbestandene, schattige Alleen und laden zum Bummeln und Verweilen in einem der unzähligen Straßenrestaurants ein. Einen reizvollen Kontrast hierzu stellen die traditionellen chinesischen Stadtviertel dar, mit ihrer Vielzahl von Tempeln und dem geschäftigen Treiben auf den Märkten. Unter den vielen Sehenswürdigkeiten sind besonders die Museen mit Dokumentationen zum Vietnamkrieg zu nennen. Von Saigon aus besuchten wir das südlich gelegene Mekong Delta, ein Labyrinth von Wasserwegen. Hier findet man ein unverfälschtes Stück Indochina mit einer Vielzahl traumhafter Bildmotive.

Danach führte uns eine zweitägige Über-Landkreise durch immergrünen Dschungel, Bergregionen und abgelegene Dörfer zur nächsten Station Nah Trang, einem pittoresken Badeort mit herrlich langem Strand und einer Flut vorgelagerter Inseln mit ursprünglichen Fischerdörfern, die man am besten per Boot erkundet. Eine weitere Attraktion Nha Trangs sind die gut erhaltenen Tempelanlagen aus der Cham-Zeit.

Unser nächster Stop war der Ort Danang, gelegen am herrlichen 30 km langen China Beach. Danang ist u.a. ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Marmorberge, die sich kegelartig aus der flachen Ebene erheben und mit einer großen Anzahl bunter Tempel und Buddhafiguren aufwarten. Eine landschaftlich spektakuläre Route führte uns weiter Richtung Norden über den legendären Wolkenpass, früher Grenze zwischen Nord- und Südvietnam, in die alte Kaiserstadt Hue. In der Stadt am Parfümfluss befinden sich sehenswerte Palastanlagen aus der Cham Zeit, die denen Pekings gleichen. Entspannend und interessant war der Bootsausflug auf dem Fluss, dessen Ufern mit Pagoden und Mausoleen früherer Herrscher bestückt sind. Mit einer alten Dampflokomotive schnaubten wir mit 30km/h vorbei an unzähligen Reisfeldern und kleinen Dörfern nach Hanoi. Markant sind in der Hauptstadt neben der Kolonialarchitektur besonders die typischen Bauwerke kommunistischer Regime. Deutlich zu sehen am Regierungsviertel, in dem sich auch das Mausoleum Ho Chi Minhs, ein überdimensionaler Marmorquader, befindet.

In Hanoi sind alte Traditionen noch sehr lebendig. So kann man morgens noch immer viele Einwohner beim Tai Chi sehen. Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten sind gerade die Märkte Hanois, deren Angebote vom rostigen Nagel bis zum Hundefleisch reichen, einen Besuch wert.

 

Die letzte Station unserer Reise und gleichzeitig auch der landschaftliche Höhepunkt war die Halong-Bucht. Hunderte bizarrer Karstkegel ragen hier spektakulär aus dem Meer. Auf einer ganztägigen Bootsfahrt lernten wir diese fast unwirklich anmutende Landschaft, die ständig neue Felsformationen, teilweise karg, teilweise üppig grün bewachsen mit kleinen Sandstränden und herrlichen Tropfsteinhöhlen zum Vorschein bringt, kennen. Mit einem glühenden Sonnenuntergang verabschiedete sich dieses faszinierende Land mit seinen liebenswerten Menschen.

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